Die NachweisApp ist im Apple App Store und bei Google Play verfügbar.

Hinweise für Empfänger

Was Versicherer, Banken, Behörden, Sachverständige und Anwaltskanzleien erhalten — und wie sie prüfen und sich anbinden.

Was Sie als Empfänger erhalten

Über die NachweisApp eingehende Foto- oder Video-Aufnahmen kommen als verschlüsselter Einmal-Link. Sie tragen eine Hybrid-Signatur (Ed25519 + ML-DSA-65, NIST FIPS 204) und bei erreichbarem Zeitstempeldienst einen RFC-3161-Zeitstempel; ein lokaler Fallback wird ausdrücklich gekennzeichnet. Der Browser prüft Datei-Hash, Ed25519-Signatur, Merkle-Struktur und signierten Kontext. Die vollständige ML-DSA-65-Prüfung erfolgt in der App oder im SDK.

Die Signatur erstreckt sich auf den kryptografischen Hash der Aufnahme samt Mess-Daten. Eine Veränderung einzelner Bestandteile nach der Signierung fiele damit auf. Die Beweiswürdigung dieser Daten obliegt im Streitfall dem Gericht.

  • Prüfbare Signaturen — Ed25519 und ML-DSA-65 binden die mitgelieferten Public Keys an den signierten Nachweis; eine externe Geräteidentität wird damit nicht automatisch attestiert.
  • RFC-3161-Zeitstempel — sofern vorhanden, dokumentiert er, wann der Hash bei der Zeitstempelstelle vorlag; ein lokaler Fallback wird gekennzeichnet.
  • Echtheitsdaten — Mess-Daten und Prüf-Aufgaben (PRNU, Burst-Parallaxe, LiDAR sofern Gerät, optionale Liveness, Geo-Plausibilität) nach heutigem Stand der Technik.
  • Externe Verankerung — wenn ein bestätigter externer Anker vorliegt, wird dessen ID im Nachweis ausgewiesen und kann separat geprüft werden.
  • PDF-Zertifikat — zu jeder Aufnahme lässt sich ein Zertifikat mit Prüf-Code für die Akte erzeugen.
  • Zero-Knowledge — die KI-Shield UG hat zu keinem Zeitpunkt Klartext-Zugriff auf Aufnahmen.

Sicherheitskonzept und Kryptografie

Wie die Übergabe läuft

Die sendende Person verschlüsselt die Aufnahme in der App mit AES-256-GCM. Der Schlüssel steht ausschließlich im Link — nach dem #-Anker. Der Server der KI-Shield UG sieht ihn nicht. Das ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nach dem Zero-Knowledge-Prinzip.

Der Link ist genau einmal erfolgreich öffenbar: Danach wird der weitere Zugriff gesperrt und die Entfernung aus der aktiven Speicherung angestoßen. Nicht geöffnete Blöcke sind nach spätestens 7 Tagen nicht mehr abrufbar und werden anschließend entfernt.

Es gibt keine empfängerseitige Schlüsselinfrastruktur und keine Schlüsselpaare auf Ihrer Seite. Der verschlüsselte Einmal-Link selbst trägt den Schlüssel. Die App schreibt den Empfänger nicht vor: Der Link lässt sich an jede Person oder Organisation senden.

Vollständige Funktionsweise

Wie Sie als Empfänger prüfen

Die Prüfung läuft über den Web-Verifier unter nachweisapp.de/verify.html — oder direkt in der App. Beides ist kostenlos und erfordert kein Konto.

Der Web-Verifier prüft:

  • Signatur — Ed25519 gegen den signierten Hash und Kontext.
  • Integrität — Hash der Aufnahme stimmt mit dem signierten Hash überein.
  • Zeitstatus — vorhandener RFC-3161-Zeitstempel oder klar ausgewiesener lokaler Fallback.

Datei-Hash, Ed25519, Merkle-Struktur und signierter Kontext werden lokal im Browser geprüft. Die vollständige ML-DSA-65-Prüfung erfolgt in der App oder im SDK; externe Zeit- und Anker-Vertrauensketten können Netzwerkzugriff benötigen.

Jetzt eine Aufnahme prüfen

Anbindung als Empfänger

Drei Schritte vom Kontakt bis zum produktiven API-Zugang.

1. Kontakt und AVV

Anfrage per E-Mail an info@ki-shield.de mit dem Betreff „Empfänger-Onboarding NachweisApp". Anschließend schließen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ab. Vorlage erhalten Sie im Onboarding-Prozess.

Jetzt anfragen

2. API-Zugang

Nach Vertragsschluss erhalten Sie Zugangsdaten für api.nachweisapp.de mit getrennter Test- und Produktivumgebung. Über die API rufen Sie verschlüsselte Pakete ab, die an Sie gesendet wurden.

Kein öffentlicher API-Schlüssel ohne Anbindungsvertrag.

3. Prüfung im Betrieb

Empfangene Aufnahmen prüfen Sie über den Web-Verifier oder in der App — kostenlos, ohne Konto. Für Prozess-Integration steht die API bereit. Die Testumgebung erlaubt Eingangs-Probeläufe vor dem Produktivbetrieb.

Web-Verifier öffnen

Hinweise für Behörden

Ordnungsbehörden, Bauämter, Polizeidienststellen und vergleichbare Stellen.

Behördliche Anbindung

Behördliche Stellen können die NachweisApp als Eingangskanal für Foto-Aufnahmen mit prüfbarer Herkunft nutzen. Die Anbindung folgt demselben Weg wie bei anderen Empfängern: Kontaktaufnahme, Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, API-Zugang mit getrennter Test- und Produktivumgebung.

Für behördliche Anfragen gilt zusätzlich:

  • Schriftliche API-Dokumentation für die Aktenführung auf Anfrage.
  • Web-Verifier prüft Aufnahmen ohne Netzwerkzugriff auf den KI-Shield-Server — geeignet für Revisionszwecke.
  • Anfragen bevorzugt schriftlich per E-Mail; Rückmeldung werktags innerhalb von fünf Werktagen.

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Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Die empfangende Organisation ist Verantwortliche im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO für die bei ihr eingehenden Beweisdaten. Die KI-Shield UG ist Auftragsverarbeiterin nach Art. 4 Nr. 8 DSGVO und verarbeitet ausschließlich verschlüsselte Transportblöcke. Eine Kenntnisnahme des Klartexts durch die KI-Shield UG ist technisch ausgeschlossen.

Vor produktiver Nutzung ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO erforderlich. Die Vorlage erhalten Sie im Onboarding-Prozess.

Hinweise zur Auftragsverarbeitung

Status

Jetzt verfügbar — iOS und Android.

Projektstand

Die App ist im Apple App Store (iPhone und iPad, iOS 26 oder neuer) und bei Google Play verfügbar.

Empfänger-Onboarding anfragen

Schreiben Sie uns — für Versicherer, Banken, Behörden, Sachverständige und Kanzleien. Wir erklären die Anbindung und den Auftragsverarbeitungsvertrag und melden uns werktags innerhalb von fünf Werktagen.

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